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Abschlussbericht - Hochwasser 2013

Wie bereits bekannt, heulten am Sonntag den 02.06.2013 um 07.24 Uhr im Pflichtbereich der Feuerwehr Steyregg die Sirenen.

Aufgrund des steigenden Pegelstandes der Donau wurde seitens der Feuerwehr umgehend mit dem Aufbau des mobilen Hochwasserdammes begonnen. Zeitgleich trat der vorbereitete Alarmplan in Kraft und es wurde mit dem Füllen der ersten Sandsäcke begonnen.

Neben den genannten Arbeiten wurden die Brückengeländer im Bereich des Donaunebenarmes in der Au abmontiert um etwaige Verklausungen zu verhindern. Hier wurde auch ein Gasverteiler der Linz AG unter Zuhilfenahme der Feuerwehrzille gesichert.

Zu diesem Zeitpunkt wurden alle anfallenden Aufgaben durch die Feuerwehren  Steyregg und Lachstatt bewältigt. Besonders bewährt hat sich zu diesem Zeitpunkt bereits die Sandsackfüllmaschine, welche bei der Feuerwehr Lachstatt stationiert ist und durch deren Florianijünger auch betrieben wurde.

Die steigenden Pegelstände bescherten der Einsatzleitung und der Gemeindevertretung immer mehr „Bauchweh“.

Aufgrund des immer weiter steigenden Wassers wurden seitens der Behörde die ersten Straßenzüge gesperrt und durch die Exekutive wurden  in Zusammenarbeit mit der Feuerwehr Umleitungen eingerichtet.

Lobenswerterweise muss hier erwähnt werden, dass die Kameraden der Feuerwehren bei der Befüllung der Sandsäcke tatkräftige Unterstützung durch die Bevölkerung erhielten.

Am Montag den 03.06.2013 wurde ersichtlich, dass der natürliche Damm neben der B3 zu niedrig ist. Erschwerend kam hierbei hinzu, dass sich an dieser Stelle auch der „Elektrotrafo“ für die Stromversorgung der Stadtgemeinde Steyregg befindet. Der Einsatzleitung war bewusst, dass wenn dieser Trafo ein Opfer des Wassers werden würde, ein Großteil der Stadt ohne Strom wäre. So wurden in weiterer Folge vom Landesfeuerwehrkommando sogenannte „Waterwalls“ angefordert und aufgestellt um den Trafo und somit die Stromversorgung für die Stadt zu sichern.

In der Nacht auf Dienstag stieg plötzlich das Wasser in der Bahnunterführung in der Linzerstraße rapide an. Durch diesen Wasseranstieg waren die Linzerstraße sowie das gesamte Gewerbegebiet von Steyregg enorm gefährdet.

Seitens der Einsatzleitung der Feuerwehr Steyregg wurden zu diesem Zeitpunkt erstmals externe Feuerwehrkräfte angefordert um diese Gefahr zu bannen bzw. in Schach zu halten. Der enorme Wasseranstieg führte soweit, dass insgesamt SIEBEN Tragkraftspritzen bzw. Fahrzeugeinbaupumpen eingesetzt werden mussten um einen weiteren Anstieg und in weiterer Folge etwaige Überflutungen verhindern zu können. Bei diesen Pumparbeiten wurden von den Einsatzkräften 4960 Meter Schlauch ausgelegt.

Am Dienstag in den frühen Morgenstunden spielten sich nochmals dramatische Szenen ab, denn der Damm neben der B3 drohte überzulaufen und zu brechen. Umgehend wurde für die in Bereitschaft stehende Mannschaft Sirenenalarm ausgelöst und mittels Sandsäcken und schweren Gerät konnte der Damm gesichert und erhöht werden.

Durch dieses umsichtige und rasche Handeln konnte eine vollständige Überflutung der Stadt Steyregg verhindert werden.

Da sich keine Besserung abzeichnete, wurden zum Schutze der Stadt weitere Einsatzkräfte angefordert und es standen somit neben den Feuerwehren Steyregg und Lachstatt noch die Wehren aus Treffling, Schweinbach, Veitsdorf, Gallneukirchen, Altenberg, Alberndorf und Oberbairing im Einsatz.

Durch diesen geballten und energischen Feuerwehreinsatz, welcher durch einen Führungsstab seitens der Feuerwehr Steyregg geleitet wurde, konnten schlimmere Schäden für die Stadt verhindert werden.

Nachdem sich das Wasser wieder zurückgezogen hatte, konnte mit den Aufräumungsarbeiten begonnen werden. Hierbei kam noch Unterstützung in Form des F-und B-Zuges durch die Feuerwehren Hinterberg und Erdleiten.

Die Auswirkungen des Hochwassers sind am besten auf der Homepage der Feuerwehr Steyregg unter www.ff-steyregg.at ersichtlich.

Leider kam es im Zuge dieses Einsatzes auch zu wirklich „unschönen“ Aktionen. So wurde ein Feuerwehrmann bewusst und mit voller Absicht durch einen Autofahrer niedergefahren. Auch mussten sich die Männer und Frauen der Feuerwehren immer wieder Beleidigungen anhören und gefallen lassen.

Hierbei sein angemerkt, dass die Einsatzleitung und die Feuerwehr auf keinen Bürger oder auf keine Firma „vergessen“ hatte oder jemanden etwas „schlechtes“ wollte, aber wenn man das Gesamtbild betrachtet galt es die Gefahrenquellen abzuwägen und das Schadensausmaß so gering wie möglich zu halten. Es hätte nichts gebracht wenn bei einzelnen Gebäuden und Firmen Sandsäcke verteilt worden wären, wenn der Damm gebrochen wäre, was die Feuerwehren jedoch erfolgreich verhindern konnten!

Nachdem die Aufräumarbeiten soweit abgeschlossen waren und alle überfluteten Keller soweit ausgepumpt waren, konnten sich die Kameraden der Feuerwehr Steyregg in den letzten Tagen um ihre Gerätschaften kümmern und diese wieder einsatzbereit machen. Hier wurde auch ersichtlich, welche Schäden dabei an den Einsatzmaterialien und an den Einsatzfahrzeugen entstanden sind.

Ein wirklich großer Dank und eine große Anerkennung gebührt den Mitbürgerinnen und den Mitbürgern, welche die Einsatzkräfte so fürsorglich umsorgt und unterstützt haben!!!

Abschließend ist noch zu sagen, dass in den vergangenen Tagen und Wochen durchschnittlich 28 Kameraden der Feuerwehr Steyregg täglich für sie im Einsatz waren und hierbei insgesamt 2943 Stunden ihres Urlaubes bzw. ihrer Freizeit zum Schutze und Wohle der Steyregger Bevölkerung aufgebracht haben.

 

An dieser Stelle ist es der Einsatzleitung ein Bedürfnis allen Feuerwehrkameradinnen und Feuerwehrkameraden einen aufrichtigen Dank und Anerkennung für das Geleistete auszusprechen!!!

 

 

Einen genauen Bericht über den Einsatzablauf finden sie unter „aktuelle Einsätze“.

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